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SUMMARY:Gregorius auf dem Stein
DESCRIPTION:Basierend auf der mittelalterlichen Erzählung Hartmann von Aues “Gregorius” schuf Thomas Mann den Roman “Der Erwählte”. Die Geschichte um doppelten Inzest\, Hochmut\, Verblendung\, Reue – die letztendlich zur Papstwerdung Gregorius führt\, war Grundlage für eine musiktheatralische Umsetzung des Theaters der Klänge in erneuter Zusammenarbeit mit dem auf alte Musik spezialisierten Ensemble “ESTAMPIE”. \nDie überaus erfolgreiche 1995er Zusammenarbeit von “LUDUS DANIELIS” führte zum Vorschlag Sigrid Hausens (ESTAMPIE) diesen Stoff zur Grundlage einer erneuten Zusammenarbeit zwischen den beiden Ensembles zu machen. Neu für Gregorius war die Integration von Live-Elektronik in den musikalischen Prozess\, wie sie vom Komponisten Thomas Neuhaus in den vorangegangenen Jahren für Aufführungen des Theaters der Klänge entwickelt wurde. Alte Musik traf somit auf Live-Elektronik\, Theater und Tanz. Musiktheater\, Bildertheater\, Tanztheater und Spielmannserzählungen waren der ästhetische Rahmen\, den das fast zweistündige Stück hatte. Dazu eine Musik\, die den bewußten Crossover zwischen mittelalterlicher Klanglichkeit mit ethnischen Instrumenten und elekronischer Klanglichkeit wagte. \nClemente Fernandez und J.U.Lensing gelang in zwei dafür angesetzten Probenprozessen eine Sprachfassung\, welche als Theaterstück überzeugen konnte. Die Hauptfiguren wurden dabei szenisch-tänzerisch inszeniert und der monologische\, wie dialogische Text lediglich von zwei Erzählern für alle Figuren musikalisierend gesprochen. Dieser “epische Erzählstil” war Resultat zahlreicher Entwicklungen\, wie sie in den vorangegangenen Stücken “LUDUS DANIELIS”\, “Die Vögel” und “Megalopolis” entwickelt wurden. \nDas Resultat in Form einer Musiktheater-Inszenierung wurde mit großem Publikumserfolg in Düsseldorf und München gespielt. Die Zeit zwischen den Düsseldorfer und Münchner Aufführungen nutzte das relativ kleine Schauspiel- und Tanzensemble 2004 zur Verfilmung des Stoffs an realen Drehorten. Dieses Videomaterial lagerte bis 2011 in einem Karton\, um anläßlich der Archivierungsarbeiten zu den Medien des THEATERs DER KLÄNGE aktuell in den Spielfilm “Gregorius auf dem Stein” zu münden. \nDie Theaterfassung war Stoff für eine umfangreiche Dissertation zum Thema Mittelalterrezeption im zeitgenössischen Musiktheater von Andrea Schindler M.A. an der Universität Bamberg (Band 23 Reichert Verlag Wiesbaden 2009). \nEine Koproduktion des Theaters der Klänge mit dem Musikensemble ESTAMPIE aus München\nTexte: Thomas Mann (aus “Der Erwählte”)\, Clemente Fernandez\nTextbearbeitung: Clemente Fernandez\, J.U.Lensing\nMusikalische Entwicklung: Thomas Neuhaus\, Michael Popp\nComputermusik-Konzeption und Programmierung: Thomas Neuhaus\nInszenierung: J. U. Lensing\nChoreographien: Jacqueline Fischer\nLichtdesign: Thomas Klaus\nKostüme: Caterina Di Fiore\nBühnenbild: J.U.Lensing\nRequisiten + Möbel: Udo Lensing\nStein: 3D-Design Düsseldorf\nTonregie: J.U.Lensing\nLichtregie: Thomas Klaus\nChoreografische Beratung: Carlos Cortizo\nKünstlerisches Betriebsbüro: Petra Weiß\nPlakat- und Programmgestaltung: Ernst Merheim\nFotos: Oliver Eltinger\nVideo-Dokumentation: Nicolai Singer in Zusammenarbeit mit FH-Dortmund und der Firma “Take It” Düsseldorf\nDarsteller:\nErzähler\, Wiligis Knappe\, Wiglaf der Fischer\, Maire Poitewin\, Probus: Clemente Fernandez\ndie junge Sibylla\, Knappe\, Kammerzofe Jeschute\, Sibyllas Geist: Jelena Ivanovic\nWiligis\, Gregorius: Nicholas Mansfield\nFrau Eisengrein\, Flann\, Fürstin Sibylla\, Büßerin Sibylla: Alice de Souza Singer\nRitter Eisengrein\, Herzog Roger\, Liberius\, der Fischer vom See: Matthias Weiland\nMusik: ESTAMPIE & Thomas Neuhaus\nGesang\, Flöten\, Harmonium\, Percussion: Sigrid Hausen\nFiedel\, Du\, Tanbur\, Percussion\, Santur: Michael Popp\nDrehleier\, Harmonium\, Organistrum\, Portativ\, Glocken\, Percussion: Ernst Schwindl\nDas szenische Material entstand in kollektiver Improvisation aller beteiligten Darsteller in Zusammenarbeit mit Regisseur und Choreografin unter zeitweiser Mitwirkung von Anan Atoyama\, Gerald Butolen\, Julia Leidhold\, Agnieszka Obuchowicz und Dilruba Saatci
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